Wohnberechtigungsschein (WBS)

Ein Wohnberechtigungsschein berechtigt die darin genannte(n) Person(en) zum Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung, das bedeutet, die Wohnung unterliegt bestimmten Bedingungen hinsichtlich Mietpreis und Belegung.

Die Bescheinigung kann allgemein oder für eine bestimmte Wohnung erteilt werden. Wohnungssuchende (Haushalte) erhalten auf Antrag diesen Wohnberechtigungsschein (WBS), wenn die für die Erteilung erforderlichen Voraussetzungen wie

  • Einkommensgrenzen,
  • Wohnungsgröße,
  • Zugehörigkeit zu einem bestimmten Personenkreis (z. B. ältere Menschen, junge Familien oder Alleinerziehende, Behinderte, u. ä.)

erfüllt werden.

Einkommensgrenzen ab 01. Januar 2017:

  • 1-Personenhaushalt 15.283,50 € netto pro Jahr
  • 2-Personenhaushalt 21.906,35 € netto pro Jahr

Zuzüglich für jede weitere zum Haushalt rechnende Person 5.094,50 €. Die Einkommensgrenze erhöht sich für jedes zum Haushalt gehörende Kind (§32 EStG) um 1.018,90 €.

Darüber hinaus können weitere Freibeträge für junge Ehepartner oder Schwerbehinderte berücksichtigt werden.

Den Antrag für einen Wohnberechtigungsschein stellen Sie bitte bei der für Sie zuständigen Stadt- oder Verbandsgemeindeverwaltung.

Stadt Neuwied

Wichtig ist auch:
Wer einen Wohnberechtigungsschein hat, bekommt nicht automatisch direkt eine Wohnung. Der WBS bescheinigt lediglich, dass Sie grundsätzlich zum Bezug einer geförderten Wohnung berechtigt sind. Ob Ihnen eine solche Wohnung angeboten werden kann, ist von der aktuellen Marktlage abhängig.

Weiterhin muss die Wohnungsgröße angemessen sein:

  • 1-Personenhaushalt 50 m² oder 1 Wohnraum
  • 2-Personenhaushalt 60 m² oder 2 Wohnräume
  • 3-Personenhaushalt 80 m² oder 3 Wohnräume
  • 4-Personenhaushalt 90 m² oder 4 Wohnräume
  • Für jede/n weiter/n Familienangehörige/n plus 15 m² oder ein Wohnraum

Die angegebene Zahl der Wohnräume ist zuzüglich Küche und Nebenräume zu verstehen. Zum Haushalt rechnen die Personen, die miteinander eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führen (Haushaltsangehörige).

Haushaltsangehörige sind:
1. der Antragsteller,
2. der Ehegatte,
3. der Lebenspartner und
4. Partner einer sonstigen auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft, sowie deren Verwandte in gerader Linie und zweiten Grades in der Seitenlinie, Verschwägerte in gerader Linie und zweiten Grades in der Seitenlinie, Pflegekinder ohne Rücksicht auf ihr Alter und Pflegeeltern.

Stand: Januar 2017